Menu

VERANSTALTUNGEN



Feierabendsingen im Kirchkeller


an jedem ungeraden Donnerstag von 19:00 - 20:30 Uhr

Singen für Jederfrau und Jedermann
Wir sind kein Chor, sondern Frauen und Männer, die Lust haben, alles zu intonieren, was Spaß macht:
Schlager, Gospels, Volkslieder, Popsongs, Deutschrock-
Wir singen mit und ohne Instrumente - alle dürfen sich Lieder wünschen. Herzliche Einladung!

Infos bei Diakon Eggert Nissen

Aktive Frühstücksgruppe


Jeden 2. und 4. Freitag im Monat von 9.30 - 11.30 Uhr:
Schlemmen, schnacken, planen und was machen! Für Männer und Frauen um die Lebensmitte (50+).
Kostenbeitrag: 2 Euro
Um Anmeldung bis Donnerstag wird gebeten.

Unser Programm: Hör mol beten to (Kleine Morgenandacht)
Frühstücken, ins Gespräch kommen, Nach Interesse etwas planen und umsetzen
Leitung und Infos: Diakon E. Nissen


Eine Welt Gruppe


Wir treffen uns regelmäßig, um Veranstaltungen zu planen zu den Themen „Menschenrechte“, „Bewahrung der Schöpfung“, und „fairer Handel.“
Unser Eine-Welt-Laden öffnet nach den Gottesdiensten an jedem ersten Sonntag im Monat und zu besonderen Gemeindeveranstaltungen.
Wir freuen uns über Menschen, die mitmachen!

Infos bei Pastor Einfeldt

Gemeindefreizeit vom 14. bis 17. Mai 2020



Für Männer und Frauen um die Lebensmitte
nach Großenfehn, Ostfriesland

weitere Infos bei Diakon Eggert Nissen


Alpine Wanderfreizeit im September 2020





unseren Flyer finden Sie hier:
Flyer Alpenwanderung 2020.pdf


weitere Infos bei Diakon Eggert Nissen

Bericht von der Wandertour 2019
"Meraner Höhenweg – GESCHAFFT!"


Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes für den 1. Wandertag: Dauerregen und eine Schneefallgrenze auf 1.600 m. Unverdrossen erreichten wir – je 5 Frauen und Männer, begleitet von Diakon Eggert Nissen - am Sonntag in professioneller Regenausrüstung mithilfe von Bus und Seilbahn den Meraner Höhenweg. Nach einem Lied und Segenspruch begannen wir unsere 7-tägige Wanderung.
Schon mittags waren alle nass, als der Regen in heftigen Schneefall überging und die Wege abwechselnd zu tiefem Schlamm oder zu einer Schlitterpartie wurden.
Heißer Tee und Speckknödelsuppe halfen kurzzeitig, abends kamen wir schließlich komplett durchnässt in unserer Unterkunft an, wo wir den Trockenraum mit unserem Hab und Gut befüllten.

Als wäre nichts gewesen, strahlte am nächsten Morgen die Sonne vom Himmel und mit halbwegs getrockneten Sachen machten wir uns auf den Weg in die Schlucht der 1000 Stufen, die uns konditionell einiges abverlangte.



Frisch gestärkt nach einem Picknick und großen Stücken Apfelstrudel bzw. Cappucinotorte machten wir uns fröhlich auf den weiteren Weg, der weitere Steigungen und Abstiege, aber auch schöne Ausblicke in das Schnalstal für uns bereithielt.

Wir ließen St. Katharinaberg hinter bzw. unter uns und erwarteten nach ca. 16 km Strecke nun allmählich unsere Unterkunft. Stattdessen wurden wir von einer relativ frisch abgegangenen Mure, die den Wanderweg verschüttet hatte, überrascht. Nur mit gegenseitiger Unterstützung, größter Vorsicht und zum Teil auf allen Vieren, konnten wir die Passage über die noch locker liegenden Felsbrocken bewältigen. Nach gefühlt endlosem Auf und Ab war in weiter Ferne die angekündigte rot-weiße Flagge des Nassreidhofs auszumachen. Das letzte steile Stück des Weges konnten alle nur noch mit einer großen Willensanstrengung, gegenseitiger Ermutigung und durch Teilen der letzten Wasser- und Traubenzuckerreserven bewältigen. Völlig erschöpft kamen wir in einem urigen Bergbauernhaus an, wo wir von zwei netten Wirtinnen mit einem köstlichen Menü erwartet wurden.

Einer, der eigentlich nie Schnaps trinkt, spendierte dann hausgebrannten Zwetschgenbrand für alle und so wurde es noch ein feuchtfröhlicher Abend.
Am nächsten Morgen bestand allgemeine Ratlosigkeit, ob wir es wagen können, zur Stettinger Hütte aufzusteigen, weil es dort 50 cm Neuschnee gegeben hatte und mehr als 1000 Höhenmeter zu bewältigen waren. Also setzten wir uns als erstes Etappenziel den Eishof. Dort berichtete uns eine sehr charmante junge Bedienung, die uns leckere südtiroler Spezialitäten servierte, dass sie selbst am Vortag hochgestiegen und der Weg gespurt sei. Das ermutigte uns, es auch zu versuchen.
Solange wir noch von grasenden Kühen umgeben waren, war der Anstieg moderat. Dann erreichten wir die Schneegrenze und stapften in einer zwei-Fuß-breiten, 50 cm tiefen Spur im Schnee im Gänsemarsch stetig bergan.

Immer wieder unterbrachen wir den Anstieg für Trink- und Atempausen, denn auf über 2000 m wird die Luft spürbar dünner. Wir wurden durch ein großartiges Bergpanorama entschädigt.
Am späten Nachmittag erreichten wir euphorisch das Eisjöchl, den höchsten Punkt unserer Etappe (2895m). Dort eröffnete sich der Blick auf die Ötztaler Alpen, die alle mit frischem Schnee bepudert waren – atemberaubend!

Nach einem kurzen Abstieg erreichten wir die etwas provisorische Stettiner Hütte. Uns wurde als Lager ein unbeheizter Raum mit 6 Doppelstockbetten, zu denen 2 Toiletten und 1 (!) Waschbecken mit eiskaltem Wasser zugeordnet waren, zugewiesen. Die Geruchsentwicklung durch verschwitzte Socken, Funktionswäsche usw. war bemerkenswert, aber in Anbetracht der draußen herrschenden Minusgrade besser zu ertragen als Durchzug. Wer sich auf ein vielstimmiges Schnarchkonzert in der Nacht eingestellt hatte, wurde jedoch enttäuscht. Offenbar hat die Höhenluft einen guten Einfluss auf die Atemwege.
Schon gegen 6 h wühlten sich die ersten aus den Betten, um den fantastischen Sonnenaufgang vor dem Fenster zu beobachten.

Mit mehreren Schichten bekleidet, machten wir uns nach Frühstück und Andacht an den Abstieg, der steil aber nicht so lang war. Die Sonne hatte richtig Kraft und wärmte uns schnell durch. Auf dem entspannten Weg am Pfelderer Bach entlang, konnten wir uns an den uns umgebenden Bergen gar nicht sattsehen.

Am frühen Nachmittag kamen wir nach einer Rast im Lazinser Hof in dem schon von weitem sichtbaren Ort Pfelders an. Hier gab es nun alles, was das Herz begehrte: schöne Doppelzimmer, heiße Duschen, tolles Essen und als Krönung eine Panoramasauna und ein Whirlpool!
Der nächste Tag hielt bestes Spätsommerwetter für uns bereit und die bisherige on-off-Beziehung zu unseren Zipp-Wanderhosen entwickelte sich deutlich in Richtung „off“. Wir gingen zunächst lange am Fluss entlang, bis wir wieder ein Waldstück erreichten.

Dort schossen nicht nur Pilze in allen Formen und Farben aus dem Boden, sondern wir stießen auch auf eine Rodelbahn, die für die nächste Saison präpariert wurde. Wir fanden mittags einen traumhaften Rastplatz an einem Bach, in dem wir zur Abkühlung herumwateten und unsere Vorräte an Nüssen, Obst usw. teilten. Am Ende des Waldes forderte ein absterbender Baum einige zu einer wenig erfolgreichen Kletterpartie heraus, eine nahm ein Heubad. Auch an diesem Tag fanden wir einen schönen Platz für eine Einkehr, wo wir uns nicht nur an Kaminwurzen oder Buchweizentorte laben, sondern auch auf Saunaliegen mit Blick ins Tal entspannen konnten.

Unsere Unterkunft, der Christlhof, machte seinem Namen mit vielen Christusbildern in der guten Stube alle Ehre. Der Chef des Hauses briet abends für jeden für uns ein riesiges Omelette, mit Speck und/oder Käse – hmm! Die glücklich umherlaufenden Hühner hatten gute Arbeit geleistet. In urigen holzvertäfelten Mehrbettzimmern verbrachten wir eine geruhsame Nacht. Nun waren wir den ganzen Tag entlang des Passeiertals auf der Südseite des Meraner Höhenwegs bei zunehmender Hitze unterwegs.

Da war eine Pause am Kalmbach, dem niedrigsten Punkt der Tour (780 m), eine willkommene Abkühlung für unsere Füße. Abends erreichten wir den Brunnerhof, dessen Inhaber uns eindrucksvoll berichtete, wie hart und eng das Leben in den Bergen für Kinder vor 60 Jahren gewesen ist. Abends wurde die Taufe eines bis dahin namenlosen Rucksacks gebührend gefeiert.
Auf der letzten Etappe konnten wir allerorten zusehen, wie selbst an Steilhängen Heu gemacht wurde, teilweise noch mit Harken in echter Handarbeit. Auf der gegenüberliegenden Hangseite konnten wir Drachenflieger beobachten. Nach langen Passagen auf Asphaltstraßen tauchten wir in den Wald ein, bis wir über einen als „gemein steil“ beschriebenen Steig nochmals 200 Hm überwinden mussten. Zu unseren Füßen erstreckte sich Meran.

Nach einer kräftigenden Mahlzeit bewältigten wir das letzte Stück bis zur Bergstation der Seilbahn, wo wir uns gegenseitig um den Hals fielen – stolz und glücklich, dass wir ca. 100 km, 5000 Höhenmeter und 35°C Temperaturunterschied unbeschadet bewältigt hatten und zu einer tollen Gemeinschaft zusammengewachsen waren.


Einige von uns sind wild entschlossen, im nächsten Jahr gemeinsam die Alpen zu überqueren - vom Tegernsee nach Sterzing.
Verstanden

Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren »